Auswandererplakat
Auswandererplakat

Als Folge von Industrialisierung und Modernisierung, sowie der damit einhergehenden Auflösung traditioneller ländlicher und städtischer Strukturen, schwoll die Bevölkerung im 19. Jahrhundert dramatisch an. Eine erste Auswanderungswelle erfasste Deutschland in den 1850er Jahren, die ihren Höhepunkt 1854 erreichte, als 215.000 Menschen ihre Heimat verließen. Insgesamt waren es in diesem Jahrzehnt fast 1,3 Millionen Menschen, die nach Übersee gingen, um Wirtschaftskrisen, Arbeitslosigkeit und Hungersnot zu entgehen.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Norddeutschland zum Hauptauswanderungsgebiet. Allein 1853 verließen 58.111 Auswanderer weserabwärts ihr Vaterland. Auch im Nienburger Raum setzte zu diesem Zeitpunkt eine Auswandererbewegung nach Amerika ein. Aus Erichshagen-Wölpe sind im Hauptstaatsarchiv Hannover 47 Personen verzeichnet, die ausgewandert sind.

Gründe hierfür waren Missernten, wie z. B. im Jahre 1840. Auch aus dem Jahre 1847 wird über einen langen, harten Winter berichtet - der Vernichtung von viel Saatgut folgt Hungersnot. Auch gab es hier keine nennenswerte Industrie und die Landwirtschaft vermochte die zunehmende Bevölkerung nicht zu ernähren.

Vor allem die Unterklassen, Klein- und Armbauern, Knechte, ländliche Tagelöhner, Arbeiter und Handwerker befanden sich in schwieriger sozialer Lage und fuhren auf der Weser über Bremen nach Bremerhaven, um den Schritt eines Neuanfanges in der Neuen Welt zu wagen.

Ich beginne zuerst mit den bekannten Personen der Ahnenlinie BRANDES. Auf der rechten Seite (unterhalb der Menüleiste) auf Personen klicken...